HzE 2.0

Neue Hilfeformen

Mediatisierung der Hilfeformen am Beispiel der Hilfen zur Erziehung

Da digitale Medien aus dem Alltag von Kindern, Jugendlichen und Familien bereits heute nicht mehr wegzudenken sind und eine entsprechende Bedeutungszunahme in den kommenden Jahren zu erwarten ist, muss von weitreichenden Auswirkungen auf den gesamten Erziehungsprozess ausgegangen werden. Ebenso ist davon auszugehen, dass sich bei Trägern der öffentlichen Jugendhilfe familiäre Problemkonstellationen zeigen, bei denen digitale Medien eine Komponente für einen erzieherischen Hilfebedarf darstellen. In der Praxis führt dies bereits heute zu entsprechenden Anfragen an Erziehungshilfeträger, was wiederum als Indikator für entsprechende Weiterentwicklungserfordernisse betrachtet werden darf.

In der Konsequenz bedeutet dies, dass entsprechende Überlegungen hinsichtlich der individuellen Hilfe- und Erziehungsplanung anzustellen sind.

Zentral ist dabei die Entwicklung einer Methodik, mit der sich Aspekte des Nutzerverhaltens, die individuell vorhandene Medienkompetenz ebenso aber auch Problematiken und Konflikte in der Herkunftsfamilie aufgrund des Medienkonsums etc. erfassen und kategorisieren lassen, um auf dieser Basis entsprechende Ziele und Einzelmaßnahmen zu erarbeiten.

Dies können sowohl medienbildende als auch medienkompensatorische Maßnahmen bzw. eine Kombination beider Elemente sein. Unter der Bezeichnung Digital Care findet dies als Teil erweiterter Leistungsbeschreibungen Eingang in die unterschiedlichen Hilfeforme. Ebenso sind entsprechend digitale Zusatzleistungen, die sich auf Basis der Digital-Care-Analyse ermitteln lassen, in die Erziehungs- und die Hilfeplanung für das einzelne Kind und den einzelnen Jugendlichen, die Familie einzubringen.

Deshalb haben wir uns entschieden, die unterschiedlichen Hilfeformen entsprechend einer Weiterentwicklung zu unterziehen.

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