Autor: Jannick Borschel

Wie kann man einen Livestream im Internet machen?

Livestreaming bedeutet auf Deutsch übersetzt soviel wie Echtzeitübertragung – also ein Streamning-Media-Angebot, welches in Echtzeit bereitgestellt wird. Oftmals wird dabei das Signal mittels einer Encoder-Software digital gewandelt und kann somit über einen digitalen Übertragungskanal übertragen werden. Mittlerweile gibt es eine große Anzahl an Online-Diensten, die das Live-Streaming von Audio und Video unterstützen. Im weiteren Verlauf des Textes werden wir die einzelnen Möglichkeiten zum Livestream detaillierter eingehen.

YouTube Livestream
YouTube stellt seinen Nutzern über die Funktion Liveveranstaltungen die Möglichkeit zur Verfügung, einen eigenen Livestream ins Internet zu Streamen. Somit kann man weltweit Live an einem Event teilnehmen, ihn bewerten und kommentieren.

– Zuerst sollten Sie die erwähnte Funktion aktivieren. Damit Sie das machen können, rufen Sie zuerst die Übersichtsseite der Funktion auf. Danach klicken Sie neben dem Punkt „Liveveranstaltungen“ auf „Aktivieren“.

– Haben Sie noch nicht Ihr eigenes Konto bei YouTube verifiziert, dann müssen Sie es zunächst mit der eigenen Telefonnummer tun.

– Nun rufen Sie die Seite Liveveranstaltungen auf. Indem Sie auf den entsprechenden Button klicken, aktivieren Sie den Livestream.

– Jetzt können Sie Ihre angeschlossene Kamera oder Webcam streamen und den Livestream-Link teilen und somit auf den Livestream hinweisen.

Einen Livestream können Sie auch mobil über die YouTube App erstellen. Nach dem Ende eines Livestream wird auf dem eigenen Kanal ein Archiv des Streams auf dem mobilen Gerät gespeichert. Sie haben auch die Möglichkeit, entweder den archivierten Stream zu löschen oder die Datenschutzeinstellung zu ändern.

Twitch Livestream
Zuallererst brauchen Sie natürlich ein Account auf Twitch.tv und natürlich einen spielfähigen Computer, sowie eine schnelle Internetverbindung mit hoher Upload-Geschwindigkeit. Danach installieren Sie die kostenlose Software Xsplit Broadcaster und erstellen auf Xsplit.com einen Gratis-Account. Jetzt binden Sie den Twitch-Account auf Xsplit ein und stellen die Benutzereinstellungen bei der Internetverbindung und Computer entsprechend ein. Bei „Preset“ kann man die Defaulteinstellungen stehen lassen.

Bei der Qualitätseinstellung für die Bitrate gilt: Je besser das Bild ist, umso mehr wird der Computer belastet und je höher der Wert von der VBV Max Bitrate ist, umso mehr Uploadgeschwindigkeit wird verlangt. Beim VBV Buffer kann man einen maximalen Upload-Wert festlegen. Die Game-Auflösung ist dabei die Default Stage Resolution. Über „Tools“ erreicht man weitere Einstellungen, wo man bei „Optimize for motion picture“ den Haken entfernen. Den Bildschirminhalt für den Livestream kann man über „File & Add Screen Region“ bestimmen, wobei der ausgewählte Bildschirminhalt in einem Vorschaufenster abgebildet wird. Natürlich sollte hier die Windows-Auflösung der Spielauflösung angepasst werden. Der Streaming-Dienst kann über „Broadcast“ ausgewählt werden. Nun steht Ihr erster eigener Livestream auf Twitch.tv bereit.

Facebook Livestream
Sie sollten als allererstes wissen, dass aktuell ein Livestream höchstens 30 min lang sein darf. Melden Sie sich zuerst in der Facebook Android-App oder iOS-App mit den eigenen Zugangsdaten an. Tippen Sie nun in der Chronik oder den Neuigkeiten auf das Symbol „Bearbeiten“. Klicken Sie danach auf das Icon „Facebook Live“ im unteren Bereich und jetzt kommt die folgende Meldung: „Starte eine Live-Übertragung auf Facebook“, wo Sie natürlich auf „Weiter“ klicken. Jetzt können Sie dem Livestream eine nützliche Information zur Echtzeitübertragung oder eine Beschreibung hinzufügen. Dabei ist es ganz wichtig auszuwählen, ob der Livestream nur für Freunde oder für alle öffentlich sichtbar sein soll. Ab diesem Punkt können Sie endlich loslegen und den Livestream starten. Jetzt ist Ihr Livestream auf Sendung und Ihr Video können alle Zugelassenen in Echtzeit mitverfolgen.

Fazit:
Vor zehn Jahren war die Liveübertragung für Privatnutzer unvorstellbar. Durch die sozialen Netzwerke, die ihre Funktionen und Technik so ausgebaut haben, dass selbst der Privatnutzer mit wenigen Klicks einen Livestream über sein Handy starten kann, wurden jegliche Hürden genommen. Wir verwendeten Livestreams bisher noch gar nicht in unseren Medien-Projekten, da wir bisher noch kein großes Event hatten, bei dem sich der Einsatz gelohnt hätte. Aber wir wollen es auf jeden Fall ausprobieren und mit einsetzen.

Informationen zum Verfassser
Jannick Borschel
Jannick Borschel

ist als Inhaber einer Medienagentur für Stadtgrenzenlos als Berater im Bereich Online-Medien tätig. Mit der digitalen Lebenswelt ist er bestens vertraut.

Das könnte Sie auch interessieren