Photo by John Sting on Unsplash
Autor: Alexander Hundenborn

Gamescom Congress – Mehr als Spiele

Videospiele machen einen festen Bestandteil des Alltags von Kindern und Jugendlichen aus. Mittlerweile spielen in etwa ein Fünftel der Kinder und Jugendlichen täglich und ebenso viele mindestens mehrmals die Woche und das vor allem mobil. Während die Jungen eher auf dem Computer oder der Konsole spielen, ist es für die Mädchen interessanter am Smartphone oder Tablet zu spielen. Das hat vor allem mit der Spielauswahl auf den Plattformen zu tun. Während in der Altersgruppe von 12-15 Jahren die beliebtesten Spiele Minecraft und FIFA sind, so sind erst ab 16 Jahren Mobile Games mit Candy Crush vertreten. (vgl. JIM-Studie 2016)

Gerade weil Videospiele diesen hohen Stellenwert im Leben von Kindern und Jugendlichen haben, ist es wichtig, dass man sich auch aus pädagogischer Sicht mit dem Medium beschäftigt. Dabei geht es nicht darum jedes einzelne Spiel, die spannendsten Easter Eggs und die besten eSport-Mannschaften zu kennen. Es geht darum zu verstehen, was die Faszinationen ausmacht, was die Kinder und Jugendlichen antreibt, die Spiele zu spielen und einen Teil der immer rarer werdenden Freizeit für dieses Hobby zu investieren.
Und diese Zeit wird nicht nur vor dem Bildschirm verbracht, sondern man sieht sich auch als Teil einer Community. Eine Community deren Hobby und Freizeit das Gamen ausmacht.
Diese Community kommt jedes Jahr auch im Rahmen der größten europäischen Messe für Videospiele, der Gamescom, zusammen. Man trifft sich, tauscht sich aus und kommt mit Menschen zusammen, die man noch nie gesehen hat, aber mit denen man schon sehr oft online während des Spielens geredet hat.

Im Rahmen der Gamescom findet jedes Jahr auch der Gamescom congress statt. Dieses Jahr findet der Congress am 23. August von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr statt. Dort werden weitreichende Angebote zu Themengebieten von Lernen, Business, Recht und Leben in Bezug auf digitale Spiele. Es werden der Jugendschutz, Games in der Schule, kulturelle Themen und Fördermöglichkeiten für Spielentwickler.
Besonders hervorzuheben sind hier die Veranstaltungen unter dem Dachthema 1 – Mehr als Wissen. Fachleute von der Technischen Hochschule Köln, der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle(USK) und aus der Praxis berichten über ihre Erfahrungen und Ansätze, pädagogisch mit Spielen in verschiedenen Settings mit Kindern und Jugendlichen zu agieren.
Tickets für den Congress sind zu unter http://www.gamescom.de/gamescom/F%C3%BCr-Alle/Ticket/index-2.php zu bekommen.

Quellen:

JIM-Studie 2016 (https://www.mpfs.de/studien/jim-studie/2016/)
http://gamescom-congress.de/startseite/

Informationen zum Verfassser
Alexander Hundenborn
Alexander Hundenborn

FJMK:
Die Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW widmet sich der Medienkompetenzvermittlung in der Kinder- und Jugendhilfe in Nordrhein-Westfalen. Unsere bisherigen Erfahrungen zeigen, dass die meisten Medienprojekte in Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen nur einmalige, temporäre Angebote darstellen und dadurch wenig nachhaltige und/oder vernetzte Wirkung entfalten können.

Alex:
Alexander Hundenborn ist Projektleiter für das Projekt "PowerUp - Medienpädagogik und Erziehungshilfe". Er begleitet Einrichtungen und Fachkräfte der Erziehungshilfe in Fragen zur Digitalisierung und der medialen Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen.

Das könnte Sie auch interessieren